Methode

Kurzdarstellung

Gegenüberstellung der  bisher auch in Deutschland seit vielen Jahren üblichen „konventionellen Gasförderung“ und der neuen Methode der „unkonventionellen Gasförderung“ (Fracking)

Bei der konventionellen Gasförderung lagert das Gas in riesigen Reservoirs sozusagen als Riesengasblase unter der Erde. Bohrt man diese Riesengasblase vertikal an, so strömt das Gas, welches natürlicherweise unter hohem Druck steht, aus der Bohrstelle heraus. Je nachdem wie groß das Reservoir ist, strömt das Gas viele Jahre lang mit hohem Druck an ein und der selben Bohrstelle aus der Erde heraus.

Bei der unkonventionellen Gasförderung lagert das Gas in kleinsten Gasbläschen im Gestein eingeschlossen. Das Gestein kann u.a. Kohleflöz, Schiefer oder Sandstein sein. Um dieses Gas zu fördern muss das Gestein gesprengt werden. Es wird rissig gemacht, damit ein Verbindungsweg für die kleinen Gasbläschen geschaffen wird. Dazu bohrt man zunächst vertikal das Gestein an um dann horizontal, also im Querverlauf des unterirdischen Gesteins, weiterzubohren. Jetzt sprengt man hydraulisch horizontal mit einem Gemisch aus Wasser, Sand und einer Vielzahl an zugesetzten Chemikalien. Diese chemischen Zusätze sind vor allem nötig um die entstandenen kleinen Risse offen zu halten, damit das Gas über längere Zeiträume abgesaugt werden kann.

Die Gesteinsschichten lagern in einer Tiefe von 1000-5000m. Es ist also ein enorm hoher Druck notwendig, um in diesen Tiefen hydraulisch zu sprengen. Bei jedem Frackvorgang werden  ca. 4 Mio. Liter Wasser versetzt mit ca. 8000 Litern Chemikalien unter Drücken bis zu 1000 bar in den Bohrschacht gepumpt. Dabei bleiben ca. 20-40% der Frackflüssigkeit dauerhaft in der Erde.

Aus dem Umstand der aufwändigen Sprengung heraus ergibt sich, dass eine große Anzahl an Bohrungen (ca. 4-6 pro km² ) nötig sind, um flächenhaft das Gestein aufzubrechen. Des Weiteren ist es nötig immer wieder an ein und derselben Bohrstelle nachzusprengen um die Förderung am Laufen zu halten (Multifracking).

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